Start  .  Kontakt  .  Newsletter  .  Impressum
Suche


Warum gibt es so viele Straßenhunde?

Viele der russischen Familien balancieren an der Armutsgrenze ,da erscheint es oft unmöglich, noch Haustiere zu ernähren. Diese landen meist auf der Straße. Gleichzeitig verschärft die westlichem Standard angepasste Wegwerfgesellschaft, Korruption und Ignoranz die Situation.

Mangelnde rechtliche und exekutive Konsequenzen machen es vielen Haustierbesitzern zu leicht, sich ihrer Hunde und Katzen durch Aussetzen zu entledigen. Auf der Straße vermehren sich die Tiere expolsionsartig. Das Kastrationsprogramm aus dem Jahr 2002 startete zu halbherzig und griff mangels konsequenter Durchführung nicht durch.

Ein weiteres Problem liegt auch in der antiquierten Mentalität von Haustierbesitzern , denn bis heute ist man der Meinung, dass das eigene Tier einige Male gebären sollte, bevor es kastriert wird, damit die Kastration der Gesundheit nicht schade.

Die große Menge an Welpen wird zu einem kleinen Teil entweder mühsam an Bekannte vermittelt, zur „Entsorgung“ des weitaus größeren Anteils jedoch erscheinen brutale Geschäftemacher und mafiös organisierte Tierhändler, die versichern, die Jungtiere gewinnbringend auf dem Tierbasar zu verkaufen, aber nur, wenn man ihnen schon etwas vorausbezahlt.

Gelingt dies nicht, findet man die Tiere irgendwo auf einem Haufen verscharrt oder entlang einer Straße in Pastiktüten. Massenproduktion von Welpen findet sich nicht nur bei leichtfertigen Privatleuten; auch die sogenannten „Vermehrer“ tragen dazu bei. Welpen aller Rassen werden auf Hundebasaren billigst feilgeboten und neuerdings auch übers Internet gehandelt. Das schnelle Geld mit dem Leben ist aber nicht nur in Russland ein großes Problem.

Die Straße

Die Straße

Hunderte Hunde und Katzen verlieren pro Jahr ihr Leben auf den Straßen Russlands. Vielfach schwerstverletzt und mit abgerissenen Gliedmaßen verenden sie oft qualvoll einsam und unbeachtet am Straßenrand.

Einige werden von Tierfreunden gefunden und mit viel Zeit- und Geldaufwand gepflegt, über die Grenzen der vorhandenen Kapazität.

Straßentiere sind aber auch oft brutalen Übergriffen von Menschen ausgesetzt. Hunger und die Suche nach menschlicher Zugehörigkeit machen aus ihnen leicht anlockbare Opfer. Oft werden Hunde und Katzen verstümmelt und mißhandelt aufgefunden.


Dann wiederum zwingt auch die Not Menschen zu schrecklichen Taten:

Die russische Zeitung Komsomolskaja Prawda aus Moskau berichtete mit schockierendem Bildmaterial am 05.09.2008 von Hunde essenden Obdachlosen in St. Petersburg.


Doch die Lobby der Tierschützer ist erstarkt und wächst weiter an. Private Organisationen und mutige Tierfreunde finanzieren aus eigener Tasche Kastrationsprojekte, es gibt zahlreiche friedliche Tierschutz- Demonstrationen in russischen Großstädten, ferner erscheinen aufklärende Artikel und Publikationen in Zeitungen, Radiosendern oder TV - allesamt mit dem Ziel, die Bevölkerung zu sensibilisieren und auf eine friedliche Co- Existenz mit den Straßentieren hinzuwirken.

Am 13. Mai 2009 fand in Moskau am Novopushkinskij Skver um 16 Uhr eine Demonstration gegen die Massenvernichtung von Straßenhunden in Moskau statt.

Das fast unsichtbare Wort „Tierschutz“ gewinnt langsam mehr Farbe. Noch liefern sich Tierschützer und Hundegegner, teilnahmslose und korrupte Behörden einen erbitterten Kampf um die Lösung der Streunerproblematik.

Es scheint sich in nächster Zukunft um einen beinahe aussichtslosen Kampf zu handeln, denn es gilt ein Land und seine verantwortlichen Politiker für eine Problematik von Tieren zu aktivieren, wo selbst beispielloses Elend von Straßenkindern und Obdachlosen resigniert in Kauf genommen wird.


Was bleibt ?

Noch ist der Tierschutz in Russland Privatsache.

Halten wir es mit dem russischen Dichter Tjuttschew:“....an Russland kann man nur glauben.“

Werbeagentur Augsburg eg media, Werbeagentur Augsburg · Homepage erstellen: Einfaches CMS